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Jean François Pignon

Am 28. und 29. August war es soweit, der Freiheitsdressurkurs mit dem bekannten Pferdetrainer J.F. Pignon konnte beginnen!

Lange sträubte sich Pignon Kurse anzubieten und Leuten sein Wissen weiter zu geben. Aber im luzernischen Eschenbach in der Schweiz war er bereit einige seiner Geheimnisse zu lüften.

10 aktive Teilnehmer mit Pferd und 20 Zuschauer hatten an diesen Tagen Einblicke in die Arbeitsweisen des bekannten Showstars. Zuerst gab es eine theoretische Einführung, wo sich jeder kurz vorstellte und seine Erwartungen äusserten konnte.

J.F. Pignon machte allen klar, dass die Arbeit in der Freiheitsdressur sehr schwierig ist, da man auf einem schmalen Grad zwischen Respektlosigkeit und Angst balancieren muss. Ein Pferd muss unbedingt Respekt haben, damit es auf einen Menschen hört und bereit ist, Neues zu lernen. Pignon legt grossen Wert auf die Basisarbeit, wo die Rangfolge des Menschen immer wieder geklärt wird.

Gearbeitet wurde in 2er Gruppen, jeweils 5 Pferde waren mit ihre Besitzern in der Halle, und jedes Pferd/Mensch Paar bekam einen „Sekundo“ der die Arbeit überwachte und Stärken und Schwächen aufzeigte, die er bei der Arbeit entdeckte.

So mussten die Teilnehmer zuerst Führübungen machen, bei denen das Pferd am losen Strick aufmerksam mit dem Menschen mitlaufen musste. Alle paar Schritte wurde angehalten und auch das Pferd musste sofort stehen bleiben, ohne den Menschen anzurempeln oder gar zu überholen. Striktes Anhalten des Pferdes, gleich wenn der Mensch anhält wurde gefordert. Das bringt dem Pferd Respekt bei und macht es aufmerksam für weitere Übungen.

Wichtig ist des Weiteren, dass der Mensch im Umgang mit dem Pferd ruhig bleibt, sie nicht nur ausstrahlt, sondern auch verinnerlicht. Das ist ein zentraler Punkt der Pferdeausbildung betont der Franzose, denn nur so kann man sich den Respekt des Pferdes verdienen. Genauso wichtig ist die Liebe zu dem Tier, die auch vorhanden sein soll, wenn etwas nicht so klappt, wie man es sich vorstellt. Oft werden die Menschen dann hart und ungerecht, so Pignon.

Bei der nächsten Übung hat das Pferd gelernt, gegen den Druck der Peitsche zu laufen, man muss sich das ähnlich wie beim Cutting vorstellen, das Pferd soll den Menschen blocken.

Hierzu hat man 3 Hilfsmittel. Zuerst seinen Körper, dann die Peitsche und zum Schluss den Strick. In dieser Reihenfolge soll man die Hilfsmittel einsetzen, denn so kann man sie in umgekehrter Reihenfolge wieder wegnehmen.

Man läuft um das Pferd herum, tippt es dann mit der Peitsche an der Schulter an und das Pferd soll nun versuchen den Menschen zu blocken. Hat das Pferd dies geschafft, wird aufgehört und zur anderen Seite gearbeitet.


Die dritte Übung sollte dem Pferd verständlich machen, dass es auf antippen mit der Peitsche folgen soll. Dem Pferd wird so vermittelt, du kannst dich auf mich verlassen, du kannst mir folgen, egal wohin, ich schaue nach dir du bist bei mir sicher. So wurden die Pferde dann über und unter Planen hindurch gelotst. Nach Pignon sind diese 3 Übungen der Grundstock aller weiteren Freiheitsdressurarbeit.

Ausserdem ist Pignon kein Freund von häufigem Belohnen, sei es durch Leckerli oder durch Zuwendung.
Der Franzose hat selbst auch mit den Pferden der Teilnehmer gearbeitet und hat sich für jedes Zeit genommen, so lange gearbeitet, bis das Pferd verstanden hatte.

Auch die vielen Fragen der Teilnehmer hat er geduldig beantwortet.

Pignon zeigte auf, dass er keine bestimmt Methode vermitteln will, sondern dass man sich individuell auf jedes Pferd einstellen muss. Respektvoller Umgang und Konsequenz und nicht zu letzt ein freudiges Training bringen Pferd und Reiter weiter.

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